Sonntag, 24. Februar 2013

Das klandestine CaboVerde-Mini-meetup vom 22.2.13

 Dem Vergessen entrissen.

Es war saukalt an dem Freitag in Zürich und aus dem Nebel rieselten konstant luftigleichte Schneeflöcklein, und was das schlimmste war, es ging eine Bise, die die Luft noch kälter machte, als sie schon war. Nichtsdestotrotz Dachzimmer bezogen bei spy-there, etwas geruht für das Fest am Abend, das Noite Verde, zu dem unsere Esther aka lotta_torkel, die gerade von den Kapverden zurück gekommen war, und dem Fest das Motto gab, spy-there eingeladen hatte. Selber hatte ich wieder einmal zu wenig an, so dass mir spy eine Fleecejacke ausleihen musste, damit ich mit „meinem“ Englischen Raleigh-Fahrrad bis zur Erikastrasse und zurück radeln konnte. Und das in der Nacht. Mit meiner Schiss vor den Autos. Aber ich hatte vorgesorgt und einen gelben Leuchstreifen mit, den ich hinten am Rucksack befestigte, und spy hatte ein mobiles Led-Lämpeli dass sie mir überliess und ich ins Netzli aussen am Rucksack steckte, damit mich auch ja kein Automobilist übersah und mich deshalb womöglich überfuhr, ein Horrorszenario, das ich einfach nicht erleben möchte, wer möchte das schon. Als ich noch mit dem Auto unterwegs war, sind mir immer wieder in der Nacht Fahrräder GANZ OHNE LICHT verkommen, ich konnte bloss noch auf die Klötze treten, und schlotterte darnach, was wenn etwas passiert wäre; sind die Leute lebensmüde oder was? Ich verstehe sie nicht, wie sie nachts ohne Licht auf der Strasse unterwegs sein können.

Während der Fahrt (spy voraus) merkte ich jedoch, dass noch von ganz anderer Seite Gefahr drohte: Fussgängerinnen, die nicht guckten, und die Strasse überquerten, Autofahrer geparkt am Strassenrand, die die Autotür einfach aufrissen und nicht guckten...von überallher drohte Gefahr, aber wir sind gottlob gut über die Langstrasse und die Zweierstrasse gekommen, hin und zurück, was freute.
Das Festplakat

Am Fest war auch unser Historiker Peter K., mit dem wir uns eine ganze Weile über sein neustes Buch unterhielten, und auch Seeta war zugegen, die mir aus ihrem Leben erzählte, und versprach, wieder einmal an ein facebookcrossers- meetup zu kommen. Diese jungen Leute – voll im Berufsleben - sind alle so beschäftigt, dass es mich nicht wundert, dass sie am Abend zu müde sind, um nochmals auszugehen....vielleicht sollten wir die Meetups auf den frühen Abend – resp den späten Nachmittag verlegen, so von 17-19 h, damit noch was vom Abend übrig bleibt.....

Der Vegi-Eintopf am Fest war fein, und auch der Demeter-Apfelsaft, von dem ich drei Gläser hatte war sehr fein, nur der Rauch war nicht so toll, aber nicht dramatisch, dass ich hätte fliehen müssen.
Spy wollte bald wieder heim und auch mir war das sehr recht, v.a. wegen der verrauchten Luft, obwohl nur wenig rauchten. Die Musik (mit eigenem DJ) war sambamässig und nicht zu laut, so dass sie frau noch - ohne schreien zu müssen - unterhalten konnte.

Auf der Nachhausefahrt war es bitterkalt. Die Bise schnitt einem ins Gesicht und ich fror seit langem - trotz der zusätzlichen Fleesjacke - wieder einmal so richtig, konnte mich schon gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal so geschlottert habe....aber alles hatte ein Ende, und das Zimmer bei spy war gut geheizt, mit einer warmen Bettdecke, wo ich dann mein Buch von Viktoria Tokarjewa „Glücksvogel“ (das Erste von ihr) zu Ende las. http://www.bookcrossing.com/journal/11698270
Es handelt von einer jungen Russin, die zu Wohlstand gelangte, indem sie die Männer ausnahm, denen sie begegnete.... Alice Schwarzer schreibt über sie: „Die Tokarjewa kennt das Leben. Und sie schreibt darüber. Mit Kraft, Genauigkeit, Schmerz und Witz.“ Es hat mir so gut gefallen, dass ich es praktisch an eine Tag fertig las, eine Seltenheit bei mir. Aber das zeigt auch wieder, wenn ein Buch zur rechten Zeit kommt, dann wird es auch gelesen, die anderen müssen dann halt warten, so geht es wohl den meisten von uns, wie ich mal annehme...
(Von der Bibliothek habe ich „Stalins Kühe“ von Sofi Oksanen, das mir sehr gefällt, weil es von EstInnen und FinnInnen handelt und mich die Gegend interessiert)

Am Morgen nach dem Fest dann eine, nein DIE Überraschung: Spy-there hatte noch in der Nacht ihren delikaten Maiskuchen gebacken, und mir ein Stück davon, nein: DREI Stück fürs Frühstück hingetan...so etwas Gutes hatte ich ehrlich gesagt überhaupt noch nie gehabt.....eine wahre Delikatesse; und erst das süsse kleine Hundchen, das es mir überreichte dazu..hier das Bild:
Die Schachtel von spy-there mit den Mais-Törtchen..

Nun muss ich hier einen Punkt machen, denn schon ist es Nachmittag, und auch schon bald wieder der Geburtstag vorbei. Bis zum nächsten Mal, manuma




Donnerstag, 14. Februar 2013

facebookcrossers-Februar-Geburtstags-Meetup 2013

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Dienstag Morgen, den 12.2.2013, bei Schneetreiben über Schneewähen (oder muss es heissen: Schneewächten?) mit meinem fahrbaren Rucksäckli aus dem Haus und zum Bahnhof gehetzt (hatte die Bookcrossing-Bücher schon am Vortag bereitgestellt und vorher online auf das OBCZ-Gloria shelf freigelassen) so dass ich um 9h 37 noch rechtzeitig zum Zug kam, denn es stand erst noch ein Besuch bei meiner Dentalhygienikerin Mrs. Y. an,, die mich wie immer punktgenau erwartete oben am Römerhof, wo seit über dreissig Jahren die Zähne gepflegt werden, seit den glückliche Tagen im Zürcher Seefeld, damals einer der ersten Kundinnen der jungen Zahnärztin war, sie in ihrem langen Berufsleben bis zu ihrer Pensionierung vor kurzem regelmässig sah..... Müssig festzuhalten, dass Niemand meine Zähne besser kennt als sie. Ein froher neuer Lebensabschnitt sei ihr gegönnt, so wie mir ab dem 24sten dieses Monats....Kaum zu glauben: Schon wieder dreissig Jahre vorbei....wie schnell das ging...Damals 1984 an der Feldeggstrasse im Seefeld nannte ich ein schwarzes Damenfahrrad mein eigen, Marke Raleigh, das eines Tages geklaut wurde - ob ich es immer abgeschlossen hatte, weiss ich nicht mehr, erinnere mich jedoch noch gut daran, dass mich mein damaliger Freund warnte, ich soll darauf aufpassen, dass es eben nicht geklaut wird, und ja, genau, es wurde mir tatsächlich geklaut....um viele Jahre später unverhofft wieder aufzutauchen. Und woseliwo tauchte es wieder auf? Es glaubt mir niemand, dass es mich sogleich wieder erkannte (die Wiedersehensfreude war gross!) es ist mein Fahrrad von damals; unsere spy-there hatte es in einem desolaten Zustand von irgendwoher (muss mal fragen wo genau sie es gefunden hatte), liess es für teures Geld reparieren, und stellt es mir jetzt für Stadtfahrten zur Verfügung. So fahre ich nach all dieser Zeit wieder mit meinem alten schwarzen Englischen Stahlross durch Zürich...Freude frauscht darüber, wenn das mein Freund von damals wüsste.....leider kann ich es ihm nicht mehr sagen, da schon tot.

Eigentlich sollte ich hier ja von unserem facebookrossers-meetup berichten, das als mein Geburtstags-meetup eingehen wird, und hoffentlich trotz der fehlenden Fotos denkwürdig bleibt.

Spy-there buk einen veganen Kuchen mit Kerzlein drauf, Lisa kam mit selbstgebackenen Schokko-Krömli, und alle brachten gute Laune. Grosse Freude frauschte über tarants Geschenk an mich: 6 Streifen von den runden bookcrossing-aufklebern , mit denen ich jetzt meine Lieblingsbücher auszeichnen kann.

Auch das Lisa ihre 85jährige Mutter mitnahm ans Treffen freute, und MalLisa bemerkte dazu: Die Österreicher Kurve sei für einmal praktisch vollständig beisammen mit captain_fantasy aka Nobbi aus Dornbirn, mir mit meiner Mutter aus Wien und den Schäfers, mütterlicherseits ursprünglich aus den Tirol. Schon seltsam, auch dass Mumph im selben Haus wie Lisa wohnt, scheint fast mehr als ein Zufall.....den es ja bekanntlich nicht geben soll, wie viele Leute meinen....

Micha aka tarant hatte sein neues Samsung note bei sich, und las die Bücher ein, die von anderen Bücherfreunden auf dem shelf gelandet waren; was hier speziell erwähnt werden muss, denn es ist ja alles klitzeklein auf dem Samsung, aber es hat immerhin einen Stift der mitdenkt, so dass das Eingeben relativ zügig voran ging..relativ....trotzdem, oft wird er das nicht machen wollen, nehme ich jetzt mal an.
das Handy, wo der Stift mitdenkt...
Micha hat ausserdem ein paar seiner Bücher mit einem QR-code versehen, das sollte unserer Meinung nach eigentlich von bookcrossing automatisch zu jedem Buch generiert werden, wäre doch echt cool, nicht? Jemand müsste es halt machen dort....freiwillig.

Die Kerzen auf dem Kuchen wollte ich erst ausblasen, nachdem Happy Birthday gesungen war, und sogar Frau Mutter Schäfer sang mit und freute sich mit uns.
Schliesslich tauchte auch noch Mumph auf, wir hatten also für einmal drei DREI Männer bei uns am Tisch, es waren praktisch alle Generationen vertreten und ich hoffe, dass sich alle glänzend unterhalten haben. Der Wirt war wie immer u-nett, er meinte, dass er wohl ab nächstem Jahr am Abend zumacht, da einfach zuwenig läuft. Zur Feier des Tages leistete ich mir 10 Pakoras mit feiner Sauce aus seiner Küche, die von MalLisa spendiert wurden, was freute, sie ist so grosszügig und ein wahrer Schatz.

Viel zu rasch ging der Abend vorbei, Muttchen Schäfer drängte langsam auf Aufbruch (sehr verständlich in ihrem Alter) und auch für mich wurde es Zeit ans Aufbrechen zu denken, um nicht den Zug um 22h09 zu verpassen. MalLisa begleitete mich zu Fuss zum Bahnhof, was ich ihr hoch anrechne, denn es war alles Glatteis auf der Strasse, da es angezogen hatte am Abend. Wir kamen aber heil an und auch MalLisa schaffte es heim sonst hätte ich es bestimmt erfahren.
Auf facebookcrossers gab es dann noch einen kleinen Chat, was jetzt mit der anderen Gruppe los ist, die im Karl dem Grossen ihre meetups hatten, mit Betonung auf HATTEN, da sich die Gruppe scheinbar aufgelöst hätte...und ja, es ist schade, dass (noch) nicht mehr an unsere meetups kommen, aber was nicht ist, das kann ja noch werden.
Das nächste Mal ist am 12. März, und dann womöglich schon Frühling, am 19. April- 21sten ist die Convention in Gothenburg, bald kommt wieder der Sommer und spys Garten lädt ein zum Grillen.

Bis dann: Allen eine frohe Zeit mit Büchern und Bücherfreunden, es grüsst, manuma






Donnerstag, 15. November 2012

Herbstbookcrossers-meetup im November 12

--> Zürich - Wetter diesen Dienstag: prächtig bei relativ milden 9 Grad, obwohl zeitweise ein unangenehm kalter Wind ging, nicht gefroren dank neuer Thermo-Jacke von Kleika.

Zum ersten Mal war ich zu spät (zusammen mit MalLisa, mit der ich im Seefeld unterwegs war und dort ein paar Englische Bücher auswilderte), aber es war nicht schlimm, denn unser neue bookcrosser tarant war auch nicht pünktlich um 19h da... Aber als er dann da war um halb acht, und auch spy-there unsere Spinnen-Liebhaberin sich zeitig einstellt, strahlt sie wie ein Sünneli weil – eben – tarant uns zum ersten mal in Person zeigte, der uns viel von Spinnen und ihren Vorlieben erzählte und dass er diese haarigen Dinger da aus Südamerika züchtet:.....eben Taranteln....iiihhh. Sie können rundum 360 Grad sehen, was schon beeindruckt, wenn frau sich das einmal recht vor Augen hält. Wir unterhielten uns eine ganze Weile über Spinnen, denn die Tierchen faszinieren auch mich und nicht bloss spy-there.

Hans Witschi, der begnadete Kunstmaler (schon langjährig mit spy befreundet) beehrte uns mit seiner physischen Präsenz, da er gerade eine Ausstellung hat in Zürich mit seinen neusten Bildern http://www.stephanwitschi.ch/stephan-witschi/aktuell.html - sehr zu empfehlen wie ich finde.
Ein aktuelles Bild von Hans Witschi

Dann kam noch Elisabeth, Nachbarin und gute Bekannte von spy, und auch franaloe, die ganz in der Nähe wohnt, fand sich kurz ein, was freute. spy brachte ihren Mac mit wie meistens, dieses Mal auch um noch ihre mitgebrachten Bücher auszuwildern, bevor sie ins Gestell getan oder behändigt wurden von einem der Anwesenden....Wir haben jetzt also ein ganzes Tablar (ein Drittel vom shelf) nur mit Books in English, und ich frage mich langsam, wer die wohl alle lesen wird. Wir sollten dies an einem Ort publizieren, wo auch auf Englisch gelesen wird, überlege mir dazu etwas. Vielleicht kann ja Hans, der selber nicht liest, ein paar mitnehmen nach New York wenn er wieder heimreist. Francien aka franaloe nahm sich ein paar der Englischen Bücher für ihre Reise in die Staaten mit, und wir sind natürlich alle gespannt, ob die Bücher ein Echo von sich geben resp. der Finder einen Journaleintrag macht.

Wir hatten es lustig wie immer, die Männer assen gut und auch ich konnte den feinen Indischen Teigtaschen nicht widerstehen und bestellte fünf für Fr. 10.- Ich brachte Kürbisse mit für spy und sie machte ein paar Fotos mit ihrem Macbook pro, die wir wohl bald auf der fbc-Seite sehen werden.

Wir versuchten Elisabeth zu einem Profil bei bookcrossing zu überrreden...sie macht jetzt aber immerhin mal einen Journaleintrag, wenn auch anonym, aber was nicht ist, das kann noch werden, nicht?

Viel zu schnell war es wieder halb zehn und der Wirt begann aufzuräumen, was für uns das Signal war, die Runde zu beschliessen und aufzubrechen. Es wurde dann aber wieder fast 22h bis wir draussen waren. Obwohl ich mir vornahm, nicht soviele Bücher mitzunehmen, kam dann wieder ein Rucksäckli voll zusammen, was aber trotzdem freute, denn es sind doch wieder einige, die von unbekannten Gästen des Gloria ins shelf gestellt worden waren, und die nun eingelesen werden, resp. eine BCID erhalten und dann wieder zurück ins shelf gestellt werden.

Leider warteten wir vergebens auf captain-fantasy, der sich offenbar vertan hatte im Tag, aber hoffentlich im Dezember wieder kommt. Dann gibt es wieder die beliebte Geschenks-Tombola von mir, also nicht verpassen: der 13.12.12. ist ein DONNERSTAG!!

Bis dann: „gut les“ an Alle!
es ist Kürbis-Zeit!


Sonntag, 21. Oktober 2012

Gschichterln aus Wean Oktober 2012

Wien war in diesen milden Oktobertagen wie immer eine Reise wert, wenn auch immer mit einem Stück Gesundheit bezahlt, v.a. wegen dem Rauch in den Lokalen, den ich einfach nicht mehr vertrage....und ich deshalb beschlossen habe, dass es jetzt damit endgültig Schluss sein muss, es gibt keine Kompromisse mehr, punktum.
Das Highlight war bestimmt die Lesung von Harald (5schwammerl) mit dem BrohfeZZa Kortanek als musikalische Untermalung am Donnerstag, den 19.10.12 in der Klapsmühle. Unsere Ghanescha kam extra aus Gmunden nach Wien mit dem Zug (brav brav) und war bei Undine1210, die in Wien wohnt, zu Gast, deren Schwester minimonster mit Mann ebenfalls zugegen war. Leider wurde auch hier gepafft aber immerhin hatten wir einen Nichtrauchertisch, wenigstens während der Darbietung.
Dann waren da Haralds Frau Andrea und sein Freund Wolfgang mit Hund Carlos sowie eine ganze handvoll weiterer ZuhörerInnen. Auch die Gäste an der Bar lauschten andächtig.
Die Lesung - mit einmaliger Wiener Atmosphäre!
Wieder einmal hatte ich mich total verschätzt mit den Distanzen in Wien mit der Strassenbahn, bin auch eine Station zu früh ausgestiegen, musste bis zur nächsten laufen, weil mir wieder einmal jemand den richtigen Rat gab (davon noch später mehr). Ich kam dann erst um 20h10 dort an, wo Harald schon ungeduldig vor dem Lokal nach mir Ausschau hielt, aber jetzt war ich da und die Lesung konnte beginnen. Harald erzählte aus seinem Leben, wo nicht alles so lustig war. Wir lauschten andächtig und der BrohfeZZa lockerte die Texte musikalisch mit seiner Gitarre und mit gesungenen Wiener Liedern auf.

Es wurde ein sehr stimmiger Wiener Abend, und wird mir bestimmt noch lange unvergessen bleiben, musste dann allerdings vor dem Rauch fliehen, der war „oag“ für NichtraucherInnen. Ghanescha brachte mir Geschenke mit, zwei kleine bärige Büchlein und eine schöne Bärendose mit feinen Gelierfrüchten (sie kenn meinen süssen Zahn;-)).
manuma wurde reich beschenkt - mit einem unvergesslichen Abend, Danke an Alle die da waren!
Auch ich hatte auch eine ganze Tasche voller Bücher für sie, und freute mich, dass sie das druckfrische Ex, von Bill Bryson noch nicht gelesen hatte, das ich für sie reserviert hatte: „Eine Geschichte von fast allem“. Auch Harald hatte von mir Bücher erhalten, wovon er eines schon gelesen hatte, die anderen aber noch nicht, was uns freute, und wir noch auf einen Journaleintrag hoffen;-)
Der nächste Tag war dann schon der Freitag und die Ladys Night der bookcrosserinnen im Cafe Einstein am Abend auf dem Programm. Über Mittag und am Nachmittag war ich in Begleitung von Claudia, einer alten Freundin von spy-there, die ich anrief und wir uns im Restaurant hoch über der Bibliothek am Urban Loritz-Platz trafen und sie mir ihre Geschichte erzählte. Später spazierten wir zu ihr nach Hause, etwa 20 Minuten und sie machte noch einen Tee und zeigte mir ihre Zertifikate und ihr kleines Hundchen Angie.
Sie lebt schon über 20 Jahre in dieser sehr zentral gelegenen kleinen Wohnung, hatte sie nie aufgeben, auch als sie in Zürich lebte, und liebevoll eingerichtet, ein kleines herziges Schmuckstück.  Spy-there hatte mir ein kleines Geschenk für sie mitgegeben, was mir aber leider im Hostel gestohlen wurde, da ich es aufs Fenstebrett legte um es ja nicht zu vergessen...so gemein. Jetzt muss spy noch eins machen, das ich ihr dann schicke.

Der Lärmpegel im Einstein war gewaltig...frau konnte sich fast nicht verständigen...es war so laut. Laut und voll. Freitag Abend, die Leute vor dem Ausgehen, schon in gehobener Stimmung, und auch hier wurde geraucht, aber göttin gelobt v.a. gegessen, so dass es nicht so schlimm war. Das Separee der bookcrosser war belegt mit einer grossen Gruppe AmerikanerInnen, so dass wir uns nicht recht dorthin getrauten..und vorwiegend im Gastraum blieben. Neben mir sass zum ersten Mal fannynatali, dann war da Amberkatze, curlycat und SabinaLorenz sowie paracinka, die ich auch schon kannte. Ich gab fannynatali noch das englische Angel-Buch von spy für Ghanescha mit, das aus einem rätselhaften Grund nicht an die Lesung vom Vortag mitkam. Aber fannynatali hatte auch noch Engel-Bücher für Ghanescha, so dass es im gleichen geht und sie sie ihr bringt. Ghanescha verriet uns, dass sie mit ihrem Mann nach Australien fährt im November und – klar - auch nach Canberra an die Convention. Für mich ist das nicht mehr zu machen, ausser wenn ich im Lotto gewinne TÄTE und ich erster Klasse fliegen KÖNNTE, wegen meiner Beine. So sieht das halt aus im Alter; (kein Wunder raffen die Alten so, das Leben wird nicht billiger, nur umständlicher und damit teuerer;=;).
Am letzten Tag bin ich dann endlich einmal zum Hunderwasserhaus gepilgert, etwas, das bei mir schon lange auf dem Programm stand. Das Wetter war ein Traum: Blauer Himmel und mild. Und alles voller Touris aus Asien...am fotografieren wie verrückt. Ich auch. Da hat sich ein ganzer Industriezweig etabliert, wenn das der Hundertwasser wüsste, was der wohl zu dem ganzen Souvenierkitsch sagen würde? Habe aber dann doch im „Village“ gegenüber vom Haus einen Kaffe mit Apfelstrudel gekauft, habe mich auf einen Stuhl gesetzt und den Leute zugeguckt, wie sie fotografierten, und natürlich die überladene Ambiente in diesem Verkaufssammelsurium von Läden und Kiosken und zentraler Bar und Restaurants bestaunten.
Wollte weiter zum Museum die Strasse hinab, wurde dann aber kurz davor abgelenkt zu einem Flohmarkt der Katholischen Kirchgemeinde, wo es  hoch zu und her ging...es war kaum ein Durchkommen, so viele Leute waren da. Man hätte meinen können, es gäbe etwas gratis...was sich dann auch bewahrheitete, die Preise waren unglaublich billig aber die schönen Sachen schon weg. Ich kaufte erst ein Taschentuch, um mir den Schweiss abzuwischen, denn es dampfte da drinnen wie in einer Waschküche, es war enger als in einer vollbesetzten Disko. Selbstverständlich wurden die Schnäppchenjäger  auch bewirtet, wie es sich gehört, es war schön, so einen versteckten Hinterhof mit Kirchgemeindehaus zu entdecken, ich hatte Glück, denn sie haben bloss zweimal im Jahr so ein Flohmarkt, im Frühling und jetzt im  Herbst, es war der 20. Oktober. Kaufte für drei Euro einen schicken Korkenzieher, nigelnagelneu, ist wohl nicht zu gebrauchen, aber noch original verpackt und sieht sehr solide aus. (Dachte da am meine Krimifreundin A. in SG, die sich gerne mal ein gutes Tröpfchen gönnt.)
Bin dann doch noch zum Museum gegenüber, aber der Eintritt kostete 12 Euro und es war schon fast 16h, sodass ich zurück ging zum Hundertwasserhaus und dort noch etwas die Leute fotografierte. Dann weiter über die Löwen-Strasse, wo ich zum Fälschermuseum kam, und ich nicht umhin konnte, hineinzugucken; dachte: wann kommst du da wieder vorbei, nicht so schnell wieder, also 4 Euro berappt und mir die Sache angesehen, was die Kunstfälscher alles so fälschten, und dabei den unterschied zwischen Kopie und Fälschung lernte. Wer hätte das gedacht: wieder was gelernt.

Schon ziemlich abgekämpft dann in die Tramway Nummer 1, die mich durch die halbe Innenstadt fuhr, eine sightseeing-tour der Extraklasse wie ich meine und das für praktisch null Geld im herrlichsten Abendschein, zuerst noch zum Friedhof zum Familiengrab Blumen nochmals giessen und Kerzlein nochmals anzünden( gejätet hatte ich schon am Mittwoch), dann zurück zum Hostel, was feines Mitgebrachtes zubereitet und verputzt, dann angefangen zu lesen bis der Nachtzug um 22h am Westbahnhof bereit stand: „Gebrauchsanweisung für Polen“ von Radek Knapp, das ich aus dem Büchergestell vom Hostel habe, und mir sehr gut gefällt, auch wenn Polen in nächster Zeit nicht auf dem Programm steht, aber irgendwann schon, soviel ist sicher.
Im Zug noch einen netten Ungarn kennen gelernt, der in Glarus in der Gesundheitsbranche arbeitet, und ein Häuschen hat an einem See dort unten am Balaton, das er für sich und seine Frau im Alter herrichtet.
Wir hatten tatsächlich etwas geschlafen in der Nacht, sind gut gelaunt aufgestanden, als uns der Schlafwagenschaffner das Frühstück brachte.
So endet eine weitere Reise gut und glücklich und halbwegs gesund (der Rauch in den Lokalen war leider alles andere als zuträglich) - halb bookcrossing, halb privat, wie immer, wenn ich nach Wien fahre. fannynatali sei gedankt, wurde die Ladys-Night ein toller Abend im Cafe Einstein, denn wir konnten uns sehr gut unterhalten, und freue mich jetzt schon auf ein nächstes meetup irgendwo auf dieser schönen (Bücher-) Welt.
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Nachtrag: Als ich zusammen mit Claudia in der grossen Bibliothek am Urban-Loritz-Platz den Aufgang zum Cafe zuoberst auf dem Hausdach suchten(sehr schön gelegen und eine tolle Entdeckung v.a. für Bücherwürmer wie mich), fragten wir einen Herrn, der uns kompetent schien, den Weg zu wissen...und tatsächlich, er wusste, dass diese Treppe hier, an der wir standen, hinauf führt, und uns diesen (mühsameren) Weg wies...ich jedoch erspähte den Lift, drückte den Knopf und schon war er da, und ich einstieg. Claudia derweile stieg artig die vielen Treppen hoch über zwei oder drei Stockwerke...und ja, machte so etwas für ihre Gesundheit.
Im Lift war eine junge Frau, die ich fragte: „Ist Ihnen auch schon passiert, dass sie hier in Wien des öfteren eine falsche Auskunft erhalten habt?“ Sie bestätigte es mir und sagte: „Das scheint eine Spezialität der Stadt zu sein!“ Wir lachten
--> als wir oben ausstiegen und ich fragte sie noch, woher sie stamme.....“Aus Bosnien“ wurde mir mit einem freundlichen Lächeln beschieden; und ja, dachte ich bei mir, Wien ist die grösste Stadt vom ehemaligen Jugoslavien, genau so wie Zürich die grösste Stadt der Bündner ist, und daran ist nun gar nichts falsch wie ich finde, -  nur möchte ich, dass wenn die Gefragten die Antwort nicht wissen, mir das auch sagen: „Tut mir leid, das weiss ich nicht, bitte fragen sie jemand anderen.“, und mich nicht absichtlich die steile Treppen hochjagen, nur weil sie finden, dass das die beiden Dickerchen nicht schaden würde.
Claudia auf dem Dach von der Bibliothek am Urban-Loritz-Platz in Wien
Die Moral der Geschichte? Nicht alles glauben, was einem erzählt wird, was scheinbar besonders für Wien gilt.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Züri biibert im HB

Frau Adabei!
Bahnhof Zürich in der grossen Halle am 11. Oktober 2012 um 18h15: Julian Beevers Kreidepizza – von Betty Bossi gesponsert – eine unglaubliche Menge Leute, der Meister himself am ausbessern, wir – MalLisa und ich an föttele wie gestört, aber die andern machens auch, und wir ahnen schon: Das Kunstwerk wird erst auf dem Foto in seiner wahren Grösse sichtbar, nämlich in 3D. Fotos von Julian Beever
Wir werden von einem jungen Mann vom coop angehalten, nieder zu knien und so zu tun, als halten wir den Gabelstiel, was dann so richtig zur Geltung kommt auf dem Foto wie Figura zeigt. Noch nie hatte ich im Bahnhof Zürich soviel Leute aufs Mal gesehen, es war kaum ein Durchkommen, ausserdem war da noch Chilbi, was wir aber nicht auch noch angucken konnten, da es schon wieder Zeit war für unser monatliches Meetup im Cafe Gloria.
Kon-zen-tra-tion ist jetzt gefragt......

Hannes gutgelaunt mit Bierchen....

Unser Papst (Hannes’ Bc-Name) war schon zugegen als wir knapp nach 19h im Gloria eintrudelten, wir hatten wieder den gleichen Tisch wie schon im September, und bald gesellte sich auch Cap Nobbi Fantastico, der gleich ums Eck vom Gloria wohnt zu uns, sein Bc-Name lautet: captain_fantasy, den wir hiermit offiziell herzlich begrüssen und hoffen, dass auch aus ihm ein enthusiastischer Bokkcrosser wird.
ein neuer Bookcrosser in unserer Runde: captain_fantasy

Bald kam auch spy-there angeradelt, sie freute sich, dass für einmal auch Männer am Tisch sassen, und versprühte ihren Charme und hatte gute Laune, was auch auf uns abfärbte. Selber brachte ich wieder viele Bücher mit, hab aber den Überblick verloren und hoffe auf einen Journal-Eintrag – wenigstens für die, welche an dem Abend mitgenommen worden sind. Etwas später kam auch noch spys Nachbarin Elisabeth, ebenfalls gut gelaunt, sodass unser 6-er Tisch mit Leuten und Büchern voll besetzt war. Unser Papst bekam von mir ein tolles Buch, dieses hier: http://www.bookcrossing.com/journal/11422317, und wie es der Zufall wollte, hatte er zwar die Ausstellung von Frenzel gesehen (wie ich vermutete) aber hatte den Katalog noch nicht.....wie das bookcrosser-leben so spielt......die Bücher kommen zu einem wenn die Zeit reif ist dazu, ein Beweis mehr.
spy ist der Hahn im Korb für einmal...;-D
SMILE!

Viel zu schnell war es wieder 22h vorbei und der Wirt begann schon aufzustuhlen...unser neuer Bookcrosser captain_fantasy wurde von uns nach Noten ausgefragt, und er gab bereitwillig Auskunft, was freute. Hannes -Der „Papst“ wollte mit uns noch ins Seefeld zu einem Abend mit „Zigeuner“-Musik (ist dieser Ausdruck politisch noch korrekt?), aber wir waren alle schon geschafft von dem Tag (sind ja auch nicht mehr 20, gell), und froh, dass wir bald ins Bett kommen. MalLisa –gut gelaunt wie immer - hatte ihren Ford vor dem Haus und fuhr unsere Sachen heim, selber war ich mit dem schwarzen, schon fast antiken, Raleigh von spy unterwegs und spazierte daher mit Elisabeth gemütlich durch den Kreis 5 nach Hause. Sie erzählte von früheren (heissen) Zeiten, und von Claudia, die ich doch in Wien besuchen und ihr herzliche Grüsse aus Zürich mitbringen soll, was ich gerne tue.
Und nein, es regnete nicht, das Wetter war herbstlich kühl aber noch nicht richtig kalt, was aber keine Rolle spielte, da wir ja Sonne im Herzen tragen und solange uns (facebook)-bookcrossing zusammen und warm hält, wir keinen Kummer kennen.
Alles in Allem ein gelungener Abend, dem hoffentlich noch viele folgen...Das nächste Meetup ist am Dienstag, den 13. November 2012, wie immer im Cafe Gloria an der Josefstrasse beim Zürcher Brockenhaus um die Ecke. 

Am Freitag dann mit MalLisa ins Migros-Restaurant frühstücken, wobei ich zugeben muss, dass es fast halb 11 war, bis ich dort eintrudelte, weil ich bis 9h43 tief geschlafen hatte im Dachzimmer an der Limmatstrasse, was wohl sein musste, wegen dem Stress vom Vortag, der ja nicht erst abends um sechs anfing...jedenfalls gingen wir dann ein weiteres Mal ins Brocki-Land an der Steinstrasse, wo ich wieder einen grossen Bogen machte um die Buchabteilung, weil einfach viel zu gross, da müsste ich nur dafür einen Nachmittag reservieren...Wir guckten uns bei den Kleider um und fanden tatsächlich ein paar hübsche Sachen, die uns gefallen, für fast nichts (Für das gesparte Geld kaufe ich dann wieder Bücher..;-D)
Vorher haben wir noch bei IQTschüss vorbeigeschaut, da bei spy im Treppenhaus gerade ein (Werbe-)Film gedreht wurde und einer der jungen Männer dort ein hinreissendes Tuch trug von dem Laden, und was soll ich sagen: Ich war begeistert, und hätte gerne ein paar der Sachen dort gekauft, aber eben, leider: Geschmack war schon immer teuer, nicht erst heute. Bestimmt werden sie auch so nicht reich, wenn ich an die Mietzinse denke in Zürich. Jedenfalls behalten wir den Laden im Auge, und empfehlen ihn an dieser Stelle gerne wärmsten weiter. Am Samstag dann noch an dem Viadukt entlang gefahren mit dem Fahrrad (ja wir sind seit neustem per pedes und per velo unterwegs) und dort mit anderen Leuten die neuen Läden angeguckt, einen Bücherladen habe ich schon ausgesucht, den ich nächstes mal näher in Augeschein nehmen möchte, und ja, beim Caritas-Laden fündig geworden und neue graue Zara-Stiefelchen für lausige 45 Eier gekauft. Dann weiter zum Geroldsgarten, wo es im Sommer noch schöner sein muss, wenn Kreti und Pleti draussen sitzt und wichtig tut im Schatten vom neuen PrimeTower. Spy wartete zu Hause mit feinem frisch gekochtem Blaukraut zudem ich die Kastanien brachte, plus einer sehr schmackhaften Rösti dazu: Ein Festessen, und ein grosses Dankeschön hier dafür. Reich beschenkt begebe ich mich rechtzeitig auf den Zug nach Hause und bin auch gerade noch recht für den Bus. Nun kann ich wieder einen Monat zehren von den Erlebnissen und den tollen Büchern die ich behändigen durfte. Wir sehen uns im November – auf facebookcrossers wie immer die Details.


 



Dienstag, 18. September 2012

Der Elfte September 2012 im Cafe Gloria

Hier der Link: http://buecher-brocky.ch/

Langfinger waren an dem Tag unterwegs....leider hab ich nicht aufgepasst.

Als ich spät Abends daheim aus dem Zug stieg und mit meinem orangen Rucksack auf Rädern den Heimweg, da schon alle ÖV-Busse am schlafen waren, zu Fuss anging, wünschte ich mir, ich hätte besser aufgepasst auf mein Geldbörslein, denn es war weg, verschwunden, wohl auf immer, da ich bis heute (18.9.) also seit einer Woche keine Nachricht davon habe, dass es gefunden worden sein könnte, es ist also wohl im Abfall oder in der Limmat gelandet, nachdem die arme Seele die ca. 40 oder 45 Franken rausgezogen hat. Immer noch besser, als einen Schlag auf den Schädel sage ich mir, und versuche den Raub zu vergessen, immerhin hatte ich ja in weiser Voraussicht die wichtigen Sachen (und üblicherweise auch alle Noten) woanders im Rucksäckli versteckt, jetzt hatte ich ausnahmsweise auch eine 10er und eine 20er Note im Portemonnaie ( es ja darum auch Port:Portemonnaie heisst, das meint doch das Kleingeld nicht?); es ist wie beim Computer: einmal nicht die Sicherung gemacht, und genau dann stürzt er ab oder gibt ganz den Geist auf! Ich werde den Verlust als Spende abbuchen.
Jetzt im Nachhinein glaube ich, dass einer mein Schliessfach im Bücher-Brocki geöffnet hat, während ich für Ghanescha auf der Suche war nach einem Englischsprachigen Buch mit ANGEL im Titel.....Tatsächlich fand ich, nachdem ich das GANZE lange Gestell mit den Englischen Büchern abgesucht hatte – was gut eine Stunde dauerte- ich in der ALLERLETZTEN Bananenschachtel rumnuschte, schliesslich dieses Buch:http://www.bookcrossing.com/journal/add/249-11395156
Als ich dann bezahlen wollte, war das Geld weg, aber göttingelobt nicht alles, das im Versteck war noch da und auch alle wichtigen Karten und das Bahn- und Busbillett ebenfalls, sodass ich zwar über den Verlust beim Verkäufer jammern konnte, aber auch bezahlen, was ja wohl das Wichtigste war.
Das Meetup war gediegen, wir hatten hohen Besuch von Hannes Strebel, der spy-there sein neuestes Buch übermachte, und das wir uns den Abend über ansahen und lobten, wie schön es geworden sei. http://www.buch.ch/shop/home/artikeldetails/weberei_hueb/florian_walser/ISBN3-033-02848-9/ID29591572.html;jsessionid=8E24FA5F8B911B1CD4154AAFE99FC8D5.tc1

Auch lotta_torkel kam noch- direkt vom Zug aus Bern - etwas müde zwar, aber vor Charme sprühend nichtsdestotrotz; was so ein Männchen bewirken kann, ich staune immer wieder darüber, wobei ich sagen muss, dass sie eigentlich immer charmant ist, auch zu uns Weibleins. Wir alle freuten uns mit ihr an Hannes' schönen Buch, aber sie macht ihm die nettesten Komplimente dafür und ich würde mich nicht wundern, wenn er ihr zum Dank auch eines schenkt. MalLisa war auch da und wie immer guter Laune, wobei sie Anteil nahm an meinem Verlust wie auch spy und sie mich löcherten mit Fragen: Ob ich es denn nicht bemerkt hätte, und: Ob ich denn nicht wisse wo....NEIIIINNN! Ich weiss es nicht, wüsste ich es, dann hätte ich mein Portemonnaie noch, mit fast hundertprozentiger Sicherheit, ausser eben, sie hätten mich auf den Kopf gehauen, oder der Dieb wäre zu schnell gerannt. 
MalLisa erzählte uns lebhaft von einem Vernissage-Besuch bei Bindela, wenn ich mich recht entsinne, wo ein junger Maler ausstellte, der mit den Fingern malt (sie brachte Computer-Ausdrucke mit, so dass wir uns ein Bild machen konnten davon- was sehr half bei der Beurteilung vom Künstler), alles Landschaften aus Italien, aber wie hiess er doch gleich? Muss MalLisa fragen bei Gelegenheit, dann kann ich hier auch seinen Namen nennen.

Auch Elisabeth vom Nachbarhaus kam - etwas später zwar - und wollte mir gutmeinend einen Auffrischungskur an der Uni antragen, Recherchieren im Internet und den verschiedenen Online-Plattformen, aber ich war gar nicht in Stimmung etwas „aufzufrischen“ oder überhaupt zu lernen und ich meinte bloss, eigentlich müsste ich das können, da ich mich ja schliesslich einmal mit ALEPH befasst hatte, aber eben, es stimmt, das war vor gut 10 Jahren, aber es ist noch in Betrieb, hier: http://aleph.unibas.ch/ALEPH und hier: http://aleph.unisg.ch

MalLisa und spy gingen dann raus eine rauchen, und für mich wurde es Zeit auf den Zug zu eilen, da es schon wieder nach 21h war und ich um 35 auf dem Perron sein musste. MalLisa, die Liebe, wollte mich begleiten, sodass wir uns zu Fuss auf den kurzen Weg die Josefstrasse hinauf zum Sihlquai machten. Wir waren knapp da, es blieben ein- zwei Minuten, und schon in der Türe vom Zug bemerkte ich gerade noch rechtzeitig den Beutel mit dem Kichererbsenmehl (ein Geschenk von spy, für das ich mich noch nicht bedankt habe), den MalLisa für mich getragen hatte (die Gute) und so hatte ich alles bei mir: ein Rucksäckli voller neuer Bücher, solche vom Shelf, die jemand hingestellt hatte und die eingelesen werden wollen, und etwa 10 vom Bücher-Brocki, echte Trouvaillen die ich schon lange gesucht hatte - spy sei dank dafür - sie gab mir den guten Tipp mit dem Bücher-Brocki, da die älteren Bücher dort bloss Eins fünfzig kosten, die neueren aber deutlich mehr. 

Alles in Allem ein denkwürdiges facebookcrossers-meeup https://www.facebook.com/groups/127057383994178/
wobei gesagt werden muss, dass wir leider bloss etwa fünf Minuten draussen sitzen konnten, bis es zu tröpfeln anfing, genau so, wie ich es befürchtet hatte....und wir dann hastig alles zusammenpackten und uns drinnen auf zwei Tischen und 6 Stühlen ausbreiteten. Am Nachmittag hatte ich meine mitgebrachten Bücher schon ins shelf gestellt und ein paar Gestellhocker eingepackt für ein wildes Stadt release..wobei ich darauf achtete, dass die ausgesetzten Bücher immer am Trockenen waren, auch wenn es gerade nicht regnete, leider noch keinen catch bis jetzt, schnüff 8=(
Aber was nicht ist, das kann noch werden...wie sagte Mutter immer?
Nur Geduld aus Gras wird Milch.
Damit verabschiedet sich manuma bis zu nächsten BC-meetup in Zürich oder anderswo auf diesem schönen Planeten.....

Dienstag, 14. August 2012

FBC-Meetup und Bookhunt 3 im August 2012

Unsere Marja-Leena aus Finnland
Dieses Mal hatten wir eine Gästin aus dem fernen Finnland zu Besuch, Marja-Leena, und auch Ghanescha aus Gmunden im Salzkammergut, die mit ihrem Ehemann unterwegs war, beehrte uns mit ihrer physischen Präsenz, was freute..und ja, wir konnten draussen sitzen, bis um 22h, nur leicht bekleidet, es war also tatsächlich „Summer in the City“, so wie es im Buche steht. Wir assen und tranken und plauschten, redeten über unsere Bücher, die gelesenen und ungelesenen, und viel zu schnell war die drei Stunden von 19-22h wieder vorbei. Wie meist am Abend wurden wir vom Wirt persönlich bedient, freundlich und zuvorkommend wie immer, und unsere Komplimente, dass er der beste Wirt in Zürich sei, nahm er schmunzelnd zu Kenntnis, er ist einfach sehr nett mit uns älteren Damen.
die Maus wird angeschlossen...

Die fröhlichen Weiber vom Kreis 5
Unsere Ghanescha beehrte uns mit ihrem Besuch

MalLisa und manuma am langen Arm
Die Bookcrossing-Jugend hat sich dieses Mal leider nicht blicken lassen, franaloe weile im noch ferneren Amerika, und lotta-torkel war mit ihrem Velo über sieben Ecken unterwegs, Schade, wir hätten gerne wieder mal was aus ihrem Leben vernommen. Und auch Bücherfranz, den wir einmal zu sehen hoffen, glänzte mit Abwesenheit.
so um 22h vor dem Cafe Gloria
Später hat uns MalLisa wie immer heimgefahren mit ihrem Auto, das ihr zur Zeit etwas Sorgen bereitet, da ständig etwas ist, dieses Mal ein neuer Kühler, ausserdem muss der Wagen vorgeführt werden, was auch noch ins Geld gehen könnte. Wir hoffen jedoch, dass sich die Auslagen in Grenzen halten, und halten die Daumen, denn sie fährt unheimlich gerne und immer noch gut Auto, was wir dann auch bei der Rückfahrt nach H. Erleben durften.

Am Freitag dann die lange erwartete Bookhunt 3, wo wir uns um 17h beim Gloria versammelten, Elisabeth machte auch mit. Zuerst ging es zu einer Weinverkostung im Quartier, ein tolles kleines Lokal, ganz mit Grün überwachsen der Eingang, leicht zu übersehen für Auswärtige. Wir mussten aus vier verschiedenen Rotweinen herausfinden, zu welchen Ländern sie gehören, und ich tippte richtig mit dem Wein aus Italien, was mich sehr freute. Es war alles andere als leicht, und erst als wir alle Weine richtig zuteilten, bekamen wir das Buch. Zum Schluss kaufte sich unser Gast aus Finnland noch eine Flasche Weisswein, der dann später am Abend zum Grillplausch aufgemacht wurde, aber davon später.

Die nächste Station war die Kronenwiese, die Auswärtige wohl kaum zu Gesicht bekommen, wenn sie nicht so wie wir darauf gestossen werden. Eine Idylle, noch, denn, das ist zu erwarten in den nächsten Jahren: http://www.stadt-zuerich.ch/hbd/de/index/hochbau/abgeschlossene_ww/wohnsiedlung_kronenwiese.html
Wir dürfen also gespannt sein, was sich da entwickelt und es war sehr schön und eindrücklich, dass wir das Areal noch so sehen durften, wie es jetzt ist, wir danke spy-there an dieser Stelle herzlich dafür. Das Auffinden des Buches dort gestaltete sich etwas schwierig, wir drehten jeden Stein um, bis wir realisierten, dass das grüne Schäufelchen vom Hühnerhof bedeutete, dass wir graben mussten.... Stellt euch vier älter Damen vor, die da unter den buntbemalten Bauwagen krochen, der als Büro vom Areal dient, beguckt göttingelobt nur von einem kleinen Jungen, der da beim Wasserhahn spielte, und wo sich auch unser Buch befand. Der Plan von spy war aber leider so ungenau, dass wir schliesslich telefonieren musste, weil wir nach einer halben Stunde suchen nicht mehr weiter kamen. Ich wünschte mir, dass spy-there mit uns gekommen wäre, aber eben, sie kennt die Gegend ja schon wie ihre Westentasche, aber trotzdem: Bitte auch mitgehen nächstes Mal.



Die Aktion mit der Buchrettung aus dem Wasser wird von oben bestaunt und verfolgt.

Wer steigt jetzt da hinunter?

Die Hilfe kam in Form eines edlen Jünglings (kaum zu fassen, aber wahr!)
Das Buch wurde evakuiert von den Beiden!


Weiter ging es in Richtung oberer Letten zum „Wagon“. Elisabeth musste mal, und so machten wir einen Abstecher zum Sitz von Roten Kreuz in Zürich, wo es auch ein Gemeinschaftszentrum hat, das aber leider geschlossen war. Wir sassen also da inmitten eines Parks zwischen den beiden Gebäuden, so abgeschieden, und doch mitten in der Grossstadt. Beim Wagon unten (der notabene ein echter alter Bahnwagen aus Berlin sei), schon fast an der Limmat, gab es dann ein kühlendes Bierchen, das Publikum multikulturell und schon in Wochenendstimmung (Die Streetparade war angesagt auf Samstag, mit gegen einer Million Teilnehmenden), und es schien so, als dass sich schon etliche der Gäste warmtranken...wir aber fragten an der Theke nach einem Buch, und bekamen es auch ausgehändigt, wo die weitere Station vermerkt war, die es dann allerdings in sich hatte, fast bekam MalLisa nasse Füsse dabei, denn das Buch war an einem steilen Abhang an einer Schnur direkt in die Limmat versenkt. Hoppla. Wer geht jetzt da runter und holt es. Mutig, wollte gleich unsere Marja.--Leena mit ihren siebzig Lenzen hinabsteigen, ich hielt sie aber zurück, weil es mir graute, wenn ihr etwas zustossen würde, und sie sich einen Fuss vertritt, oder gar in die Limmat fallen sollte, wobei sie gut schwimmen kann. Ich konnte das auch nicht machen mit meinen offenen Schuhen, und ich hätte mir gewünscht, spy hätte gesehen, wie sich schliesslich MalLisa daran machte, die Schnur zu erwischen, wo das Buch dran hing. Aber Gott hatte Gnade walten lassen und schickte ein junges Paar, Französisch sprechend vorbei, der junge Mann sah gleich, dass da Not an der Frau war und stieg MalLisa nach, sich am Buschwerk festhaltend....es wäre filmreif gewesen, wenn ich geschaltet hätte, so habe ich „nur“ Fotos von dem Ereignis, die beurkunden, wie die Rettung verlief. Der edle Ritter half nicht nur MalLisa wieder hoch, er holte auch unser Buch ein, worin der Plan für die nächste Station vermerkt war. spy-there hatte an mich gedacht, und ein paar tolle TCB's in Englisch, also im Original versteckt, die ich mit Freude mitnahm, denn ich möchte ihn nur noch im Original lesen.

Die Badi Unterer Letten um 20h
Es ging dann weiter zur städtischen Badi vom Unteren Letten, wo wir mit einem Schlüssel ein Kästli öffnen konnten, darin ein hochwillkommenes Badetuch, sodass mich nichts mehr hielt, ich mir ein kühlendes Bad in der Limmat gönnte (das Badekleid hatte ich in weiser Voraussicht schon angelegt, bevor wir loszogen).
Inzwischen hatten wir sechst Bücher gefangen und wir waren fertig. Es hätten noch 4 werden sollen, aber da wir schon den ganzen Vormittag im neuen Kreis West verbracht hatten, wo wir auch so gut 2 Stunden auf den Beinen waren, mussten wir schliesslich kapitulieren.
Bestimmt wären es noch versteckte, sehenswerte Plätzchen gewesen, aber es hat nicht mehr sein sollen, wir sind an den halbnackten Asphalt-Amseln am Sihlquai vorbei heim wo wir uns erstmal in spys Garten erholten von den Strapazen.

Der Grillplausch war jetzt angesagt, denn es war schon fast halb Neun. Die bunten Lichter im Baum wurden eingeschaltet, auf dem Grill brutzelten vegane Köstlichkeiten, dem Wein wurde zugesprochen, und Elisabeth plünderte noch ihre Tiefkühltruhe mit feinen Pizzas und brachte Gläser mit eingemachten Sachen wie Artischokkenherzen und ähnliches. Es waren unserer Fünf, Spy-there, MalLisa, Elisabeth, manuma und Marja-Leena, später kam noch lotta-torkel von ihrer Velotour und berichtet kurz, wie es war, gerne hätten wir sie länger bei uns gehabt, aber sie war schon sehr müde, was wir verstanden. Marja-Leena und ich verabschiedeten uns so um halb Elf, wir waren fertig, Marja-Leena konnte kaum noch die Augen offen halten, die andern blieben noch. Unsere Gästebetten waren diesmal beide perfekt, so dass es jetzt zwei bequeme Schlafstellen hat im Dachzimmer.

Die Bookhunt 3 wird mir bestimmt noch lange in guter Erinnerung bleiben, und auch Marja-Leena zeigte sich beeindruckt. Ihr sei in Finnland gesagt worden: Ach Zürich, was gibt es da schon zu sehen......wie falsch diese Aussage war, konnten wir uns doch vom Gegenteil überzeugen: Zürich hat sich unheimlich gemacht in den letzten Jahren, ein neuer urbaner Raum ist entstanden im Westen der Stadt, anstelle vom Maag-Areal entstand der Prime Tower, mit dem Restaurant Cloud im 35 Stock, ein Ort, der sogleich von Menschen belebt wird, und nicht nur von den Anwohnern, und Werktätigen, auch viele Touristen oder Landeier so wie wir, steiften umher, Leute, denen es sichtlich Freude bereitet, sich in den neu geschaffenen städtischen Räumen zu bewegen.

Erste Text-Version, mehr Bilder bald auf Flikr, und baldmöglichst.....